Mittwoch, 7. September 2005

The school-empire strikes back!

Mit der Einführung von Studienzugangsbeschränkungen soll der freie Hochschulzugang endgültig zu Grabe getragen werden. Die Regierung versteckt sich hinter der Begründung, dass "die Deutschen" an allem Schuld seien. Die Wahrheit sieht anders aus: Das öffentliche Bildungswesen soll kaputt gespart werden. Dagegen müssen wir kämpfen! Bildet Komitees für freien Bildungszugang! Für einen nationalen SchülerInnenstreik!

Aus der Traum von der freien Studienwahl!

Die Regierung hat unter Hinweis auf den Sündenbock EU Zugangsbeschränkungen an den Universitäten eingeführt. Ein Drittel aller Studierenden entscheidet sich zur Zeit für die betroffenen Fächer Medizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Biologie, Psychologie, Pharmazie, Betriebswirtschaftslehre, sowie Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Darüber hinaus hat etwa die Uni Graz angekündigt, auch bei sog. „Ausweichfächern“ wie VWL und Wirtschaftspädagogik Schranken einzuziehen. Auch Lehramtsstudien sind bereits konkret im Gespräch. Gehrers „Österreichische Wissenschaftsrat“ denkt bereits daran, in den kommenden zwei Jahren Zugangsbeschränkungen in allen Studienrichtigungen einzuführen. Die Taktik: Zuerst nur einen Teil der StudentInnen angreifen, wenn diese geschwächt sind, kommt der Rest an die Reihe. Unter dem Strich handelt es sich um einen Frontalangriff auf die Studierenden, die größten Einschränkungen seit der Erkämpfung des freien Bildungszugangs in den 1970ern!

Was bedeuten Zugangsbeschränkungen konkret?

Entweder werden die limitierten Studienplätze nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" vergeben – dabei wird die Ergatterung eines Studienplatzes von der körperlichen Widerstandsfähigkeit beim nächtelangen Campen vor einer Einschreibungsstelle abhängig macht.
Oder aber es entscheiden das Auftreten bei einem Bewerbungsgespräch bzw. der Stils eines „Motivationsschreibens“ – Der Freunderlwirtschaft wird hier Tür und Tor geöffnet! Objektivitität ist schon allein angesichts der vielen tausend Gespräche und Bewerbungsauswertungen pro Semester ein Ding der Unmöglichkeit.
Das eigentliche Ziel der Regierung ist es aber, leistungsbezogene Zugangsbeschränkungen einzuführen. Das gibt sie nicht unumwunden zu, doch sie spekuliert darauf, dass Zufallsauswahl und individuelle Bewertungsverfahren in der Praxis auf großen Widerstand stoßen werden. Dann bleiben „leider“ nur mehr der Numerus Clausus oder Aufnahmetests. Bei ersterer Variante werden die Maturanoten als Aufnahmekriterium herangezogen - dabei gilt es als erwiesen, dass die Beurteilung durch Noten kaum auf die Eignung für ein Studium schließen lässt. Die Aufnahmetests laufen konkret so ab: Zunächst werden alle AnwärterInnen aufgenommen; nach ein paar Wochen bzw. nach einem Semester müssen z.T. kostenpflichtige (!) Prüfungen abgelegt werden. Nur die Besten werden aufgenommen. Da kann es schon einen Unterschied machen, ob mensch in dieser Zeit nebenbei arbeiten muss oder sich ganz auf die Prüfungen konzentrieren kann.
Die Reform trifft nicht nur Erstsemestrige, sondern auch jene Studierenden, die nach dem Abschluss ihres Bakkalaureats- oder Magisterstudiums weiterstudieren wollen und eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen vorfinden.

Bei der ganzen Diskussion dürfen wir nicht vergessen, dass bereits bisher durch die Praxis des „Hinausprüfens“ durch die Hintertür der Zugang zu gewissen Studien limitiert wurde. V.a. beim Medizinstudium ist dies der Fall. Und auf der Kepler Uni Linz hat man nach der Zusammenlegung von Handelswissenschaften, VWL und BWL im Rahmen des Studiums der Wirtschaftswissenschaften im zweiten Studienabschnitt zwar formell die „Wahlfreiheit“ bei den Spezialisierungsfächern, aber durch die begrenzten TeilnehmerInnenzahlen bei gewissen Kursen wurde schon bisher ein Riegel vorgeschoben. Eine bloße Rückkehr zum alten System kann also nicht die Lösung sein.

Was steckt dahinter?

Hinter den Maßnahmen im Bildungsbereich der letzten Jahre steht die Absicht der Bürgerlichen, den höheren Bildungsweg breiten Schichten der Bevölkerung zu verwehren. In erster Linie sind Kinder aus Arbeitnehmerfamilien betroffen. Daraus ergibt sich, dass die Gewerkschaftsbewegung der natürliche Verbündete der SchülerInnenbewegung sein muss.
Die Regierung benutzt für ihre Politik eine Ausrede, die in den Tageszeitungen und Magazinen durchwegs akzeptiert wird: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat ein Urteil gesprochen, wonach eine Beschränkung der Zulassung von Studierenden aus anderen EU-Ländern eine unzulässige Benachteiligung sei und daher abgeschafft werden müsse. Es hat schon eine schiefe Optik: Seit Jahren wusste die Bundesregierung, dass ein solcher Urteilsspruch in Vorbereitung war. Bereits einen (!!) Tag nach dem EuGH-Urteil hat das Parlament im Schnellverfahren das Gesetz der Zulassungsbeschränkungen (diesmal aber nicht nur für Studierende aus EU-Staaten, sondern für alle) beschlossen. Ganz offensichtlich war die Veröffentlichung des EuGH-Urteils nur Teil eines durchschaubaren Marketingkonzepts des Bildungsministeriums. Dass es der Regierung dabei überhaupt nicht um die "Flut" deutscher Studierender geht, die dem dortigen Numerus Clausus ausweichen, zeigt auch die Tatsache, dass BWL und Publizistik in Deutschland gar keinen Zugangsbeschränkungen unterliegen. Also keine Spur von einer in die Ecke getriebenen, von der EU gemaßregelten Regierung. Es ist der ideologische Konsens von Schüssel, Schröder, Chirac, Blair, den Damen und Herren in der EU-Kommission, den RichterInnen am Europäischen Gerichtshof und deren jeweiligen FreundInnen aus den internationalen Großkonzernen, der hinter einer solche Politik steckt. Die Bürgerlichen, wo auch immer sie sitzen, sind angesichts der ökonomischen Lage und der angespannten Situation der Staatsfinanzen fest entschlossen, den höheren Bildungsweg für die breite Öffentlichkeit zu verbarrikadieren.

Die Wirtschaft ist nicht mehr bereit, angesichts hoher AkademikerInnenarbeitslosigkeit allen eine umfassende Ausbildung zu ermöglichen. Die Einführung der Studiengebühren war der erste Schritt, die Zugangsbeschränkungen folgen der gleichen Logik. Es folgten ein langer, umstrittener Gesetzwerdungsprozess des Universitätsgesetz 2002 und ein neues Dienstrecht für Lehrende. Diese Maßnahmen verfolgten im Wesentlichen das Ziel, die Ausgaben im universitären Sektor auf dem Rücken von Lehrenden und Studierenden zu senken und die Schuld dafür durch die Farce einer „Uni-Autonomie“ auf die einzelnen Universitäten zu schieben. Diese sollen sich zusehends von Banken und Privatunternehmen finanzieren lassen, die natürlich auch eine Gegenleistung fordern. Die Abhängigkeit von privaten Gönnern führt außerdem dazu, dass sich die Unternehmer-Mäzene schamlos von den Unis feiern lassen: So wurde etwa der Hörsaal 1 der Kepler Universität Linz in „Ludwig-Scharinger-Hörsaals“ umbenannt.
„Orchideenstudien“, wie die Bürgerlichen sie nennen – also Studienrichtungen, deren AbsolventInnen nicht profitabel verwertbar sind – sollen kaputtgespart und geschlossen werden. Ein Blick über die Grenze nach Bayern genügt: Dort werden an vielen Unis ganze Studienrichtungen auf Rat einer „Expertenkommission“ einfach aufgelassen. Was uns beunruhigen sollte: Der Leiter dieser Kommission, Jürgen Mittelstraß, wurde von Ministerin Gehrer im Frühjahr als neuer Vorsitzender des „unabhängigen“ Österreichischen Wissenschaftsrats präsentiert. Ein echter „Experte“, wie er bereits bewiesen hat! Der Rektor der Uni Innsbruck hat jedenfalls bereits einen Plan vorgelegt, wonach das Latein-Lehramtsstudium, ebenso die Lehramtsfächer Griechisch, Russisch, Psychologie und Philosophie gestrichen werden. Außerdem sollen die Studienrichtungen Volkskunde, Vergleichende Literaturwissenschaften und die Sprachwissenschaften als eigene Einheiten aufgelöst werden und in "breiten Bakkalaureaten" zusammengefasst werden.
Und ganz nebenbei verhalf die Regierung dem rechten Eck im Dunstkreis der Burschenschaften sowie den österreichischen Großunternehmen durch die Abschaffung der verbliebenen Demokratiereste an den Universitäten noch zu Schlüsselstellen in den entscheidenden Gremien der Universitäten. Der bereits dahinsiechenden Hochschülerschaft versetzte die Regierung dann im letzten Herbst den K.O.-Schlag durch ein neues Hochschülerschaftsgesetz.

Die Bürgerlichen wollen ein Klima des Verdrängungswettbewerbs an den Universitäten schaffen. Wie im „richtigen“ (Arbeits-)Leben sollen wir gegeneinander kämpfen anstatt gemeinsam studieren und arbeiten zu lernen. Dabei läge gerade im richtigen Zusammenarbeiten der Schlüssel für effizientes Arbeiten.
Die Maßnahmen der Regierung passen zu ihrem Bekenntnis zu einer studentischen „Elite“. Einige wenige Studierende aus begütertem Elternhaus sollen mit modernsten Unterrichtsmitteln versorgt werden und sich nicht um die Aufnahme in einen teilnehmer-beschränkten Kurs im nächsten Semester sorgen müssen. Die Regierung will eine gut bezahlte ManagerInnen- und ExpertInnenschicht heranzüchten, die treu zum kapitalistischen System steht. Für den Rest gilt: Durch Zugangsbeschränkungen und höhere Studiengebühren soll die Uni immer unattraktiver gemacht werden. Schon heute müssen zwei Drittel der StudentInnen neben dem Studium arbeiten, während jene aus den „besseren Verhältnissen“ sich ganz auf den Ellbogenkampf an den Unis konzentrieren können. Kinder aus Arbeitnehmerfamilien sollen aus der höheren Bildung gedrängt werden. Ministerin Gehrer stellte bereits im Herbst 2004 in Aussicht, dass die Unis „autonom“ die Studiengebühren erhöhen können sollen. Angesichts der Weigerung des Ministeriums, ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen, ist die Entwicklung abzusehen. Wie etwa in Großbritannien soll es unterfinanzierte Unis mit abgespecktem Lehrangebot geben, auf der anderen Seite teure Eliteunis. Die Einführung des Bakkalaureats zielt ganz klar auf eine Ausdünnung des Lehrangebots ab. Wenn man nicht ganz von der Uni verdrängt, der soll wenigsten schnell und billig abgefertigt werden.
Die Angriffe haben aber noch eine weitere Dimension: Das intellektuelle Leben, die Möglichkeit, mit etwas Distanz kritisch auf die Welt blicken zu lernen – all das soll durch Verschulung des Lehrbetriebs und durch administrative Maßnahmen gegen politisches Engagement unterdrückt werden. So ist es an der Kepler Uni Linz beispielsweise nicht-universitären Organisationen nur dann möglich, ihre Ideen zu verbreiten, wenn sie sich exorbitante Gebühren für Info-Tische und Flugblattaktionen leisten können.
Hinzu kommt, dass Frauen überproportional betroffen sind. Durch die Einführung des freien Unizugangs in den 1970ern stieg der Anteil der weiblichen Studierenden drastisch an. Im bürgerlichen Weltbild ist die Frau aber Gebährmaschine, kostenlose Kranken- /Altenpflegerin und Haushaltsgehilfin. Da Frauen im kapitalistischen System im Durchschnitt um ein Drittel weniger verdienen, sind sie von steigenden finanziellen Zugangsbeschränkungen stärker betroffen. Die Erkämpfung eines wirklich freien Hochschulzugangs ist Teil des Kampfes für die Gleichberechtigung der Frau!

Für eine öffentliche Bildungsoffensive!

Die Kurzsichtigkeit der Kapitalinteressen, die nur den unmittelbaren Profit im Auge haben, steht einer umfassenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung im Wege. Die Unis müssen dem Einfluss des Unternehmertums entzogen werden. Eine drastische Erhöhung des Bildungsbudgets und die Verwaltung der Einrichtungen unter der Kontrolle der Studierenden, der Lehrenden, des nicht-akademischen Personals und der Gewerkschaften könnten sicherstellen, dass die Interessen aller Beteiligten und der Arbeiterbewegung gesichert werden. Denn heute sitzen in den Uniräten die VertreterInnen von Unternehmen und ihrer Regierung. Sie würden alles versuchen, um eine Rückgängigmachung der schwarz-blau-orangen Politik zu sabotieren.
Wenn unsere GegnerInnen sagen, dass die Rücknahme der Zugangsbeschränkungen zu einer „Flut“ von AusländerInnen führt, die auf unsere Kosten studieren, während „wir“ nicht genug Studienplätze abbekommen, müssen wir entgegnen: Wir lassen uns nicht in In- und AusländerInnen spalten! Das Problem liegt nicht bei den ausländischen Studierenden, sondern bei der finanziellen Aushungerung des Bildungssystems! Durch eine drastische Erhöhung des öffentlichen Unibudgets und einer Streichung der Subventionen für Privatuniversitäten und „Elite-Unis“ läßt sich der freie Bildungszugang für alle durchaus finanzieren. Es ist der gleiche Trick wie bei der Unternehmensbesteuerung – die UnternehmerInnen spielen ein Land gegen das andere aus und ziehen sich aus der Verantwortung. Hier wie dort gilt: Wir müssen den Wettlauf nach unten durchbrechen! Nicht die ausländischen Studierenden sind das Problem, sondern die Regierungspolitik. Nehmen wir uns ein Vorbild an der Schweiz: Angesichts des Ansturms auf die Studienrichtung Psychologie wurden gleich sieben neue Lehrstühle inklusive Infrastruktur geschaffen, eine Erweiterung ist geplant. Wir müssen ein internationales Zeichen setzen, wie Bildungspolitik auszusehen hat! Das kann Jugendbewegungen in anderen Ländern, die unter genau den gleichen Entwicklungen zu leiden haben, den Anstoß geben es uns gleich zu tun.

SchülerInnen, StudentInnen und ArbeiterInnen gemeinsam!

Die Studierenden sind nicht die einzigen, die von der bürgerlichen Offensive betroffen sind: Auch die Arbeiterjugend ist im Fadenkreuz des Kapitals. In Zeiten der höchsten Jugendarbeitslosigkeit (über 10.000 Jugendliche haben keine Lehrstelle) wurde mit dem sog. "Jugendausbildungssicherungsgesetz" (JASG) eine Lehre zweiter Klasse geschaffen: Die JASG-Maßnahmen verschärfen die ungünstige Situation der Jugendlichen, indem sie nur auf 10 Monate (!) angesetzt sind, die Kursentschädigung auf ca. 150 Euro festgelegt sind und das Recht auf eine gesetzliche Interessenvertretung (z.B. Jugendvertrauensrat) nicht gesichert ist. Die wichtigste Veränderung ist, dass die Kosten der Lehrlingsausbildung weg von der Wirtschaft hin zur öffentlichen Hand verschoben werden. So weigerten sich die ÖBB, die Lehrlingsausbildung im bisherigen Umfang zu gewährleisten. 10 der 12 Lehrwerkstätten wären geschlossen worden, hätte nicht unter dem Druck der Öffentlichkeit der Staat versprochen, die Kosten für mehr als 300 Lehrlinge pro Jahrgang zu übernehmen. Die Allgemeinheit muss zahlen, auch hier drückt sich die Wirtschaft um ihre Verantwortung.
Die Maßnahmen der Regierung zielen auf das Hinausdrängen der Kinder aus einfachen Arbeitnehmerfamilien ab. Wir müssen die Gewerkschaften auffordern unseren Kampf zu unterstützen. SchülerInnen und Studierende müssen sich mit den jungen ArbeiterInnen und Arbeitslosen solidarisieren!

Was tun?

Die ersten Wochen des beginnenden Schuljahres sind entscheidend. In diesen Wochen kann es gelingen, in den Schulen Aktionskomitees aufzubauen, die die Organisation der Bewegung an ihrer Schule in die Hand nehmen. Diesen Komitees eröffnet sich eine ganze Reiche von Betätigungsfeldern: die Produktion von Infomaterial (Plakate, Folder, Wandzeitungen), um die MitschülerInnen mit der Sachlage vertraut zu machen und über die Arbeit des Komitees zu berichten; die Organisation von Veranstaltungen (inner- oder außerhalb der Unterrichtszeit), um die MitschülerInnen (und eventuell auch die LehrerInnen) nach ihrer Meinung, Ideen und Vorschlägen zu fragen und das Komitee zu verbreitern; das Abhalten einer Aktion im öffentlichen Raum vor der Schule um den Standpunkt der SchülerInnen in dieser Schule allen bekannt zu machen usw. Durch besondere Flugblätter können wir uns an die LehrerInnen wenden, die nur zu gut wissen, was Einsparungen im Bildungsbereich bedeuten.
Sobald sich die Komitees in der ersten Woche an den verschiedenen Schulen gebildet haben, muss es stadtweite/ bundeslandweite zentrale Treffen geben auf denen eine Führung der Bewegung gewählt wird.
Als erstes Ziel schlagen wir MarxistInnen einen eintägigen, österreichweiten Streik vor, der mit Demonstrationen während der Unterrichtszeit und der Abhaltung von schul-übergreifenden Versammlungen am späteren Nachmittag kombiniert werden sollte. In Wien werden gleichzeitig die Lehrlinge und jungen ArbeiterInnen von „Jugend am Werk“ (einer Ausbildungseinrichtung für Lehrlinge und TeilnehmerInnen an JASG-Programmen) Aktionen setzen. Mit ihnen müssen wir uns zusammenschließen! Wo immer es möglich ist, sollten die Universitäten in die Routenplanung für die Demonstration miteinbezogen werden, um ein Übergreifen der Bewegung auf die Unis zu ermöglichen. Für SchülerInnen wie Studierende gilt: Dieses Semester wird kein normales Semester!

Unser Programm

Die Regierung, die bereits heute Zerfallserscheinungen aufweist und vor den kommenden Landtagswahlen in Wien, Steiermark und dem Burgenland zittert, versteckt ihren Klassenkampf von oben heute hinter dem EuGH und der Europapolitik. Dies ist mehr ein Zeichen ihrer Schwäche als ihrer Klugheit. Falls die Regierung durch die Wahlergebnisse weiter geschwächt wird, haben wir gut Chancen, unseren Forderungen Gehör zu verschaffen und Druck auf die nächste Bundesregierung (ob sie nun bereits im Herbst/Winter gewählt wird oder erst kommendes Jahr) auszuüben und eine Trendwende in der Bildungspolitik zu fordern.
Lehrlinge, SchülerInnen und Studierende haben die gleichen Interessen. Sie alle wollen eine Ausbildung erhalten, die ihnen Chancen eröffnet und nicht Chancen verbaut. Sie verlangen ein lebenswertes Leben, währenddessen sie in Ausbildung oder im Studium stehen. Sie möchten in der Gesellschaft mitbestimmen und verlangen deswegen volle demokratische Rechte und Interessensvertretungen. Niemand soll wegen seiner/ihrer Herkunft von seiner/ihrer Wunschausbildung abgehalten werden. Wir schlagen deshalb folgende Forderungen vor:

· Abschaffung der Zugangsbeschränkungen an den Universitäten, Abschaffung der Studiengebühren! Für die freie Studienwahl in Österreich und in der EU!
· Für existenzsichernde Stipendien, für die Wahlfreiheit der Ausbildung ohne finanziellen Druck!
· Für die Erhöhung der Staatsausgaben für Bildung und Wissenschaft!
· Rücknahme des UG 2002! Unternehmerinteressen raus aus den Unis! Für eine Uni unter Kontrolle der Studierenden, Lehrenden, des nicht-akademischen Personals und der Gewerkschaften!
· Finanzierung durch eine Wiederanhebung der Besteuerung der Unternehmensgewinne und Einführung einer Vermögenssteuer!

Für eine gemeinsame Bewegung der SchülerInnen, Studierenden, Lehrlinge und jungen Arbeitslosen!

Neues vom Alten

Ist viel passiert in den letzten Stunden ? Ja. Habe wieder erkannt dass ich mich so gar nicht auskenn in Wien und nicht mal zum Volkstheater find wo ich doch beim Museumquartier steh. Nicht-Menschen von hier haben scheinbar so einen Instinkt zu wissen wo sie grade sind. Egal, dort ist es schön jedenfalls - und gut auch. Etwas kühl - aber gehen kann man da ja immer. Der erste Bezirk hat verschlungene Gassen mit einem unsympathischen Publikum - aber die Wege mag ich, auch wenn ich sie unbeabsichtigt gehe.

Bin vermutlich grade glücklich. Soviel dazu. Warum mag ich nicht verraten. Zu dings.

Lustige Zeit. Kann ich irgendwann sagen - da hamma soviel glacht und so an spaß ghabt. Denke schon.

Suche dringend neues Hobby. Es scheint sich abzuzeichnen dass meine Zeit als Misantrop dem Ende zugeht. Schade. Die Rolle hat so gut gepasst.

mfg

DeXTeR

Montag, 5. September 2005

Alte Geschichte

Für manche die glauben sie würden etwas neues lesen - dem ist nicht so, die meisten Texte in diesem Teil der Page sind so um die 5 Jahre alt. Deswegen verzeiht stilfehler, lückenhafte erzählformen oder nicht ganz so witzige Inhalte. Ich war jung, und ich brauchte das Ignorieren.

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Ein Mann, dessen größter Sinn des Lebens darin bestand sich seiner Hautverunreinigungen am Rücken mit Hilfe eines 35 cm hohen Kaktus zu entledigen fand sich eines Tages in einem fremden Raum wider. "Wo bin ich" ? fragte er sich erstaunt. Zugegeben eine nicht gerade notwendige, aber logische Frage seines Verstandes. Eine fremde, angenehme, bestimmt homosexuelle Stimme meldete sich via Lautsprecher zu Wort. "In einem Zimmer, dumme Frage, dumme Antwort", und damit hatte die Person nicht so ganz Unrecht.

"Ja, das weiß ich.. aber was mach ich hier ? ich sollte doch noch in meinem Bett liegen"
"Vielleicht tust du's ja gerade ?"
"Eine Möglichkeit die ich nicht ausschließen kann"
"Rate mal warum du hier bist", etwas Spott war kaum zu überhören
"Bin ich in einem Raumschiff ? Gefangen von riesigen, einäugigen Ausserirdischen Lebensformen die mit mir sexuelle Experimente aller Art durchführen wollen und mich anschließend wieder frei lassen damit ich allen Klatschblättern der Welt davon berichten kann und mir aber ohnehin keine Sau glaubt ?"
"Du sollst raten warum du hier bist, und nicht deinen Träumen nachhängen"
"Schade, wäre interessant gewesen"
"Wenn wir fremde Besucher aus dem All wären, hätten wir jemand attraktiveren gefunden, glaub mir", das hämische Grinsen war beinahe durch den 5 Watt Lautsprecher zu vernehmen.
"Gut, Mr. Anonym-und-ich-bin-so-lustig.. dann bin ich tot"
"Also das war schon mal ein guter Anfang Sportsfreund, aber noch hast du's nicht erraten"
"Mhm.. anscheinend hab ich nie Glück, also bin ich fast tot ?"
"Gut gemacht Sherlock, der Sinn warum du hier bist ist dieser, du musst einen Grund finden warum du auf der Welt gebraucht wirst"
"Ich werde doch gebraucht" ließ der Mann verlauten.
"So gebraucht wie eine Warze am allerwertesten"
"Hey, jetzt werd aber nicht persönlich"
"Vorhin wolltest du noch Sex von mir"
"Das war was anderes .. "
"Das war gar nichts anderes .. "
"Also gut, ein Grund warum ich nicht sterben soll oder wie ?"
"Genau"
"Ich hab Familie"
"Du bist geschieden und deine 13-jährige pubertierende Tochter hasst dich weil du Sie nicht auf die Party gehen lassen wolltest zu der sie trotzdem gegangen ist"
"SIE WAR AUF DER PARTY"
"Das ist hier nicht das Thema"
"... sie war also auf der party.. gut zu wissen.... "
"Hör mal, jetzt nenn mir nen Grund, kann ja nicht so schwer sein, dann bist du mich los und ich dich"
"DAs ist schwerer als du dir vorstellen kannst"
"ich kann mir aber alles vorstellen"
"Du verstehst es nicht"
"Verdammt nochmal ich bin ein geistig höheres Wesen als du, ich versteh alles was du verstehst"
"Streiten wir uns jetzt wegen geistigen Angelegenheiten Einstein?"
".. Schön langsam nervst du .. , vielleicht sollt ich dich sterben lassen"
"bist du mein Schutzengel?"
"ich bin nicht befugt dir das zu sagen"
"bist du Gott?"
"ich bin nicht befugt dir das zu sagen"
"für was bist eigentlich du da ?"
"um Leuten fragen zu stellen"
"interessanter Job"
"find ich auch, also gib mir nen Grund dich zurückzuschicken"
"für den Weltfrieden"
"wenn du nicht da wärst, wär das ein Grund für den Weltfrieden, nächster Grund, danke"
"bitte, arschloch"
"hey.. ich tu nur meinen job"
"einen grund.. verdammt ich hab versagt, es gibt wirklich keinen einzigen Grund, ich bin Nutzlos, ein Taugenichts, ich kann ja nicht mal nen Nagel in die Wand schlagen"
"wir recht du hast"
"okey jetzt reichts, pass blos auf.. "
"willst du mir drohen ? ha"
"hör auf damit"
"komm doch und hol mich"
"mann muss euch fad sein da oben"
".. du hast ja keine ahnung, oder glaubst du Talkshows wären eine Erfindung von Menschen ?"
".. ich wusste es.. ich wusste es die ganze zeit"
"was.. das wir für Talkshows verantwortlich sind ? "
"nein.. dass mit meiner Tochter"
"sie hat nen Freund"
"ich bring sie um"
"dann hast du ja noch was vor oder ?"
"ja.. auf was willst du hinaus?"
"menschen.. sind dumm"
"erzähl mir was neues"
"also du musst zurück um deine Tochter zu bestrafen"
"nein, um sie die nächsten 10 Jahre einzusperren damit kein 15-jähriger lüstling sich auf sie stürzt"
"na dann hast du ja eine Aufgabe, schön dich kennen gelernt zu haben"
"danke.. ebenfalls, hoffe man sieht sich wieder"
"deine hoffnung wird sicherlich eintreffen"
"bis dann"
"jojo"

In diesem Augenblick erwacht der nutzlose Mann aus seinem Koma. Vor ihm steht, mit Tränen in den Augen, seine Tochter.

"Paaaaaps"
"Sososo.. auf der party also ... "

mfg

DeXTeR

politisch engagierte

Wieso machst du das ?
Hätt ich mir nicht von dir gedacht.
Bringt ja eh nichts!
Wie lange hast noch vor das zu machen ?
Glaubst du wirklich etwas verändern zu können ?
Was genau stellst du dir vor ?
Das ist utopisch!
Verschwende nicht deine Zeit!
Find ich gut dass es solche Leute gibt.
Endlich jemand der was macht, aber für mich wär das nix.

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Die Liste kann beliebig fortgesetzt werden - schreib einfach einen Kommentar und dein Satz zum Thema wird aufgenommen.

mfg

DeXTeR

Persönlichkeiten

In letzter Zeit komm in den Genuss unterschiedliche, vollkommen neue Charaktere kennen zu lernen und neu zu finden. Auch bei mir selbst irgendwie. Habe ja schon seit längerem den Brauch unterschiedliche Verhaltensformen bei unterschiedlichen Menschen anzuwenden. Mehr oder weniger passiert das ja unbewusst, trotzdem kann ich mich selbst dabei beobachten.

Schrecklich einfach zieh ich manche Leute an während sich andere abgestoßen abneigen. Und sowieso hämmern tausend Eindrücke in meinen Schädel. Ständig neu, interessant, skurril, abgedreht oder einfach nur simpel.

Während ich also ständig was neues finde, finde ich altes wieder neu. Da gibt es so ein paar Sachen die ich gar nicht gut finde, die mir aber immer wieder passieren. Und obwohl ich weiß wie es ausgeht, kann ich nicht aus meiner Haut und schaffe es ein gleiches Schema ablaufen zu lassen dessen Ende ich kenne und das mir gar nicht gefällt. Jegliches zuwiderhandeln führt zur Leugnung von allem was einem so heilig ist. Schlimme Sache eigentlich. Kann nicht anders und mach's trotzdem.

Donnerstag, 1. September 2005

Der schönste Tag

Den gab es nicht. Zumindest weiß ich nichts mehr von ihm. Undankbares Gfrastsackl. Da beschert man dem Tag, dessen Zeitraum doch sehr begrenzt ist die eigene Anwesenheit und macht uneigennützig einen schönen statt einem schlechten Tag aus dem Tag, und dann verschwindet er.

Vielleicht kann man ihn ja wieder finden. Kann sich ja schwer verstecken. Eigentlich. Wo denn auch ? Naja, schwarzes Loch hin oder her - angenehm wärs dort auch nicht für ihn denk ich. Das könnt es allerdings sein. Vielleicht ist er tot. Abgemurkst, vergraben, vergessen, verwest. Womöglich war ja ein andrer Tag auf ihn eifersüchtig, weil ich ja ihn auserkoren hab.

Was man da so alles anrichten kann.
Mit den Tagen mein ich.

mfg

DeXTeR

Mittwoch, 31. August 2005

Ein Scherz - im Labyrinth

Der gestrige Tage war wieder netter. Erheitender. Stilvoller.

Nette Menschen wieder getroffen. Einen Geschichtenerzähler, einen paranoiden Depressivling mit Hang zur Selbstzerstörung, einen Aussteiger und eine liebe Bekannte mit der man viel lachen kann.

Diese markanten Innenstadtlokale mit ihren verdreckten Gläsern und lautstarken Geröchel. Sieht alles sehr einfach aus, von einer gedämpften Aura umhüllt. Raucher verursachen Nebelschwaden die sich ihren Weg ins Licht bahnen bis man sein Gegenüber nicht mehr sieht. Gespräche verlaufen trotzdem. Oder gerade deswegen besser, leichter, ungezwungener. Nur ab und zu kommts zu Raufereien - aber auch die verlaufen wie sie sollen.

Fühlt sich zeitlos an, sowas halt. Bestes Klima für skrupellose Geschäfte - es fehlt nur die Beretta am Tisch und der perfekte Columbo-Streifen wäre inszeniert.

Manchmal merkt man sowas gar nicht.
Manchmal schon.
Das ist ja der Witz.

mfg

DeXTeR

p.s. aja, im Topfplanzen-wettkampftragen hinauf in den ersten Stock bin ich noch immer ungeschlagener Meister.

Dienstag, 30. August 2005

Weshalb ich schreibe..

0069symbWie man an den kommenden Artikeln erkennen und welche - so hoffe ich - viele Menschen erreichen werden, wird einiges beleuchtet welches mein tägliches Leben (naja fast) bestimmt. Man kann sich nicht allen Gewohnheiten entziehen.

Und wie mein Leben, so soll auch dieser Weblog dem dienen was mir viel Freude bereitet. Dem stetigen Kampf. Wofür es sich zu kämpfen lohnt dürfte dem aufmerksamen Leser, der aufmerksamen Leserin bereits in diesem Moment ins Gehirn gebrannt worden seien.

Die Rolle dieses Weblog's beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Verbreitung von Ideen, nicht allein auf die politische Erziehung und die Gewinnung politischer Genossen. Der Weblog ist nicht nur ein kollektiver Propagandist und kollektiver Agitator, sondern auch ein kollektiver Organisator. Was das letztere betrifft, kann es mit einem Gerüst verglichen werden, das um ein im Bau befindliches Gebäude errichtet wird; es zeigt die Umrisse des Gebäudes an, erleichtert den Verkehr zwischen Drehern einzelnen Bauarbeitern, hilft ihnen, die Arbeit zu verteilen und die durch die organisierte Arbeit erzielten gemeinsamen Resultate zu überblicken. Mit Hilfe des Weblog's und in Verbindung mit ihm wird sich ganz von selbst eine beständige Organisation herausbilden, die sich nicht nur mit örtlicher, sondern auch mit regelmäßiger allgemeiner Arbeit befaßt, die ihre Mitglieder daran gewöhnt, die politischen Ereignisse aufmerksam zu verfolgen, deren Bedeutung und Einfluß auf die verschiedenen Bevölkerungsschichten richtig zu bewerten und zweckmäßige Methoden herauszuarbeiten, durch die die revolutionäre Partei auf diese Ereignisse einwirken kann. Schon allein die technische Aufgabe – die regelmäßige Versorgung des Weblog's mit Material und ihre regelmäßige Verbreitung (dies dürfte keine allzugroßen Probleme darstellen)– zwingt dazu, ein Netz von örtlichen Vertrauensleuten der einheitlichen Partei zu schaffen, von Vertrauensleuten, die lebhafte Beziehungen zueinander unterhalten, die mit der allgemeinen Lage der Dinge vertraut sind, die sich daran gewöhnen, die Teilfunktionen der gesamten Arbeit regelmäßig auszuführen, die ihre Kräfte an der Organisierung dieser oder jener revolutionären Aktion erproben.

mfg

DeXTeR

Kurzbericht

Heutige Tag wird besser, spür ich richtig in den Lymphknoten. Wüsste gern ob der Fleischpatzen von Mandeln dass auch merkt obwohl die ja schon seit Jahren Irgendwo im Sondermüll lagern. Wie auch immer, heute wird fleißigst eine Person von Salzburg nach Wien umgelagert. Also übersiedelt.

Bin schon ein netter Bursch muss ich sagen dass ich da mithelf. Hat etwas nettes an sich, die Atmosphäre mein ich - wenn für jemand andren ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Was mit dem alten passiert nennt man Nostalgie und mensch erinnert sich gerne daran, will aber eigentlich eh nicht wieder zurück. Zeitverschwendung nenn ich das auch ganz gern.

Keine Zukunft ohne Vergangenheit, deswegen also immer soviel aufsehen drum. Vergangenes ruhen lassen mag ich nicht. Viel lieber hol ich mir eine Kettensäge und bohr drin herum. So ist das eben mit mir. Soll ich sie mir selbst auch in die Magengegend rammen um zu sehen was so raussprudelt ? Besser nicht, Erinnerungen sind blöd - Nostalgie auch.

zerrinnendezeit

Montag, 29. August 2005

Heute..

.. war kein großer Tag. In die Geschichte geht er jedenfalls nicht ein. Besonders lehrreiche Stunden hab ich auch keine davongetragen, obwohl - eigentlich sollte ich. Schwer zu verstehen, ich weiß. Macht aber keinen Unterschied eigentlich.

Versuch jetzt nur Dinge zu sagen die ich sicher sagen muss. Zuviel Blabla könnte sonst entstehen. Versuch keinen schönen Tag zu erzwingen - geht anscheinend immer daneben. Wie wenn man ins Pissoir ganz genau treffen will - da schieft auch jeder plötzlich aus purer Langeweile auf den Klobesen. Gibt keiner zu, aber es ist schon ein befriedigendes Gefühl dem Putzpersonal richtig gute Arbeit zu bescheren. Fühlen sich sonst ja eh schlecht, das sind so die Herausforderungen des Tages denk ich. Angenehme Vorstellung von einem erfüllten Arbeitstag - angeschiffte Klobesen.

Auf jedenfall werd ich einige Dinge ändern müssen - denk ich. Zumindest gehts so nicht. Kennt das noch jemand ? Dinge ändern wollen die nicht zu ändern sind um dann festzustellen dass sich nichts geändert hat bis auf das Umfeld dass einen hasst da man etwas ändern wollte ?

Naja, wie auch immer - schönen Abend und so.

mfg

DeXTeR

Letzten Samstag

Da ist es schon wieder passiert. In Wien.

Der Gürtel in Wien hält nämlich jedes Jahr einen Marsch ab. Nigtwalk nennt sich dass dann und ist dafür gedacht wie ein panischer Hamster von einer Ecke zur nächsten zu laufen.

Menschen sind dort. Ich sag euch, da sind Menschen das glaubt man ja gar nicht. Und wie die sich geben, ekelhaft. So richtig pfui halt. Jemand meinte, es gehe hier ums sehen und gesehen werden. Hab ich nicht ganz verstanden, wollte es auch nicht verstehen - war zu sehr damit beschäftigt meine Hände in den Hosentaschen verschwinden zu lassen um lässig zu wirken.

Muss ich viel reden ? Wieso sagen die, die nichts zu sagen haben so viel und andre wieder so wenig ? Merken die nicht, dass sie vollkommen nerven ? Egal, dazu später vielleicht noch etwas.

Heutiger Tagesplan sieht vielversprechend aus - arbeiten, einkaufen, arbeiten. Super, nicht?!

mfg

DeXTeR

Freitag, 26. August 2005

Unbedingt lesen ..

.. denn schön langsam bin ich richtig frustriert aufgrund der Tatsache dass sich so keiner für meine genialen Beiträge begeistern kann und sich nicht mal dazu zwingt mir einen Hasskommentar zu hinterlassen.

Also lieber Leser, liebe Leserin!

Dies ist eine Aufforderung an eure Gliedmaßen, schreibt mir, hasst mich, liebt mich - mit allem kann ich sehr gut umgehen - jedoch Ignoranz kann ich so gar nicht ertragen.

In stiller Hoffnung verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

DeXTeR

Donnerstag, 25. August 2005

Fin

Völker hört ihr denn nicht die verdammten Signale ?

Wir leben in einer Zeit in der so ziemlich alles falsch läuft. Der arbeitende Mensch verlebt so in etwa, ohne unbezahlte Überstunden also, 40 Stunden pro Woche in seiner Folterkammer „Firma“. 8 Stunden am Tag wären das nach meiner Rechnung – diese Summe gepaart mit Schlaf (Schlaf = laut Unternehmerlobby, eine böse Erfindung der Gewerkschaften, in dieser Zeit könnte die vorhandene Arbeitskraft besser und produktiver Gewinne für irgendjemanden erzielen.) Wir erinnern uns – geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut. Bei diesem Sätzchen versucht sich jedes Mal mein Mageninhalt gegen die Physik und somit gegen aller Regeln der Gravitation einen Weg nach oben zu bahnen, aber das ist eine andere Geschichte. Wir kommen wieder zurück zu unseren 16 Stunden, uns bleiben also 8 Stunden Zeit um Dinge wie „Einkaufen, Kinder hüten, Putzen (wann kommen endliche diese japanischen Putzroboter ? Übrigens, hat sich schon einmal jemand von euch gefragt warum diese in Form von weiblichen Körpern gebaut werden? Naja, vermutlich liegt es an den Schaltkreisen). Gut, sagen wir also wir schaffen das alles in 2 Stunden. Uns bleiben also noch 6 Stunden, jetzt gilt es Prioritäten zu setzen. Es bleiben ja immer noch wichtige Dinge wie Ruhe, Weiterbildung, Frau/Mann – Freundin/Freund und die damit verbundene Sexualität. Schieben wir also schnell ne Nummer, ruhen uns kurz aus und fahren dann zügig in die Abendschule oder sonst wohin. (Achtung: Potenzprobleme könnten den Zeitdruck erleichtern) Ja, bevor ich’s vergesse – Potenzprobleme plagen nicht nur den Mann, auch Frauen klagen über Lustlosigkeit. Ich will gar nicht wissen wie viele Mädchen und Frauen Intimitäten zulassen nur um nicht als frigide Amazonen abgestempelt zu werden – ich will’s wirklich nicht wissen. Und noch eines muss ich mir hier von der Leber schreiben, Frauen dieser Welt – die große Mehrheit der Männer findet Frauen sexuell nicht erregend die wie verhungerte Nudeln durch die Welt klappern. Das erste woran ich denke wenn ich diese halbtoten „Models“ auf den Laufstegen beobachte ist „Gib ihr was zu essen!“ Dennoch zurück zum Thema. Wieder zu Hause legt mensch sich nieder um den Tagesrythmus nicht ausser Kontrolle zu bringen. Ok, in meiner Berechnung fehlen natürlich immer noch etliche Angelegenheit, Essen & Trinken zum Beispiel, aber das nimmt kaum Zeit in Anspruch – wir gehen auf den vielen Wegen sicher an einer Fastfood-Kette vorbei die ihre ach so lustigen Spielwaren von ganz winzig kleinen Kinderhändchen fabrizieren lässt. (die können ja eh froh sein dass sie Arbeit bekommen, sonst würden sie ja verhungern!) Und bei dieser Gelegenheit essen wir gleich mal Scheiße in Semmerl.

In unserem Tagesablaufbeispiel verzichte ich auf Dinge einzugehen wie „Notdurft verrichten“, ich sagte ja schon mensch muss Prioritäten setzen und ab und dann auch verzichten können. Ja hört ihr immer noch nicht die verdammten Signale ?! Es wundert mich nicht – ihr seid gerade eingeschlafen. Es gilt aufzuwachen. Wacht auf und erhört die Schreie die nach einer gerechten Welt ausrufen. Wacht auf Verdammte und zieht mit der erhobenen Faust in den Kampf, nicht für mich – für den kleinen Sippo der seit 2 jahren kein Dach mehr über dem Kopf hat. ENDE!

Alltag

Wie jeden Morgen quäle ich mich gekonnt aus dem Schlafgemach, richte meine verkrümmte Wirbelsäule zurecht und watschel in Richtung Badezimmer. Nach ein paar Tropfen Kalt-Heißem Wasser, das heiße war weniger beabsichtigt, fühlt man sich frisch und ist bereit den Tag in Angriff zu nehmen. Frühstück gibt es, wie immer, keines - keine Zeit, keine Lust. Wer ist auch bereit innerhalb von 30 menschlichen Minuten Zeit mit Essbarem zu vergeuden ? Mit einem mulmigen Gefühl in Bauch und Magengegend, welches eher Übelkeit darstellt aufgrund des bitter - ekligen Geschmacks in der Mundgegend (war da noch was gestern Abend an dass ich mich nicht erinnern will ?) zieht man sich an und geht hinaus ins schöne Großstadtgebiet Wien.

"Guten Morgen", ertönt es von der Nachbarin die sich eilig bemüht vor mir die Stufen zu erreichen. Nett wie man ist lässt man sie vor und reflektiert ihr "Guten Morgen" mit einem Gesichtsausdruck der soviel bedeutet wie "ach leck mich doch". Natürlich lässt sich jetzt die alte Dame viel Zeit beim Erreichen der Haustür, und jeder Versuch jetzt noch an ihr vorbeizukommen, erweist sich als Ding der Unmöglichkeit. Auch ein simpler Stoß würde nicht sehr gut bei der Hausverwaltung ankommen und so verliert man eben ein paar Sekündchen oder Minütchen auf dem Weg wohin auch immer.

Nächste Etappe trägt die Bezeichnung "U-Bahn". Hat sich schon mal jemand von euch gefragt für was das "U" eigentlich steht ? Für mich hat es bestimmt nichts zu tun mit Untergrund oder ähnlichem Schnickschnack. Für mich ist es eine perfekt konstruierte Foltermaschine mit dem Ziel jegliche körperlichen Sinne (besonders den Geruchssinn, aber darauf gehe ich später ein) nachhaltig zu beeinträchtigen bzw. zu zerstören. Eine neue Form der Benebelung tut sich auf, ein Schlag gegen den Drogenring.

Nachdem man mind. 5 Minuten auf dieses Zugähnliche etwas gewartet hat, öffnen sich die Tore in die Hölle in die, zumindest hat es den Anschein dass es so ist, jeder hinein will. Der Kampf um die Sitzplätze hat soeben begonnen, es wird geschubst, getreten, geflucht, vorgedrängt, schlicht - man ist Mensch. Gut, wieder kein Sitzplatz ergattert, aber hey.. so ein Stehplatz ist auch was schönes, vor allem wenn man zwischen zwei fetten und noch hässlicheren Damen mittleren Alteres eingepfercht ist die eher den Kosenamen „Nilpferdi“ verdienen als sonst einen anderen. In dieser überfüllten "U-Bahn" stellt sich bald heraus dass Menschen stinken. Und zwar jede Art von Mensch stinkt ausser man selbst. Schweißgeruch bedrängt dich, zieht sich in die Nase zurück und hinterlässt einen stechenden Schmerz dem man sich nicht entziehen kann. Schweißtropfen fallen zu Boden oder noch besser, werden direkt von der Urquelle Achsel in dein Gesicht gepresst. Dazu wird brav von den unnützen Pensionisten über Imigranten, Asylanten, Drogendealer oder die verdorbene Jugend gelästert

Nachdem wir an diesem Punkt angelangt sind möchte ich nur eine Kleinigkeit loswerden. Es ist schon fast unfassbar wie stark man einen einzelnen Menschen belasten kann. Wenn man diese ganzen Kleinigkeiten hinzuzieht die einen jeden Tag aufs neue schlicht und ergreifend zu einem Amoklauf inspirieren, dann wundert es mich dass es sowenige gibt die es tatsächlich tun.

Schlimmer als alles andere dass einen zur Weißglut treiben kann sind Menschen. Klar, ein paar wenige sind vielleicht ganz in Ordnung und verdienen es sogar respektvoll behandelt zu werden, aber der Anteil an geistig amputierten Neandertalern ist enorm groß in unserer Gesellschaft. Pseudo-intellektuelle Klugscheißer mit Vorliebe für Alternative-Musik um anders zu wirken. Grunzende, ob faschistisch oder anarchistisch angehauchte, aus niederen Wohnqualitäten stammende Großstadtproleten. Menschen des weiblichen Geschlechts die ihre primären Geschlechtsmerkmale genausogut auf der Straße verkaufen könnten. Männliche Wesen die denken sie stehen über alles und jeden, vor allem über Frauen und diese als mindere Objekte zur Lusterfüllung missbrauchen.

Ach ja, und zuguterletzt GTI-Fahrer.

Eines will ich noch loswerden, egal wer diesen Kommentar gerade liest, egal ob er gerade nickt und sich denkt: "ja das kenne ich". Es ist zu 90 % sicher dass du einer von den Personen bist die ich nicht leiden kann, die sonst niemand leiden kann, die ihre Existenzberechtigung schon bei der Geburt bzw. Fehlgeburt verloren haben.

mfg

dexterrz

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